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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...
2002-07-20
Oft sind Verteidigungskünste Verschleierungskünste. Im Sinne von Tarnen und Täuschen können Verschleierungskünste auch einem bevorstehenden Angriff dienen.
Wir haben die Verteidigungskünste zu betrachten.
Die erste Frage dabei ist: Wer will oder muß sich verteidigen.
Zweite Frage: Warum sprechen wir von Künsten und nicht einfach von Techniken, Anlagenbau, Vorbereitungen, Strategien?
In der Antike lief vieles unter Kunst, was wir heute dem Handwerk zuordnen. Kunstgewerbe hat den Anstrich von Zweitrangigkeit.
Die Abstraktionskunst schob sich in den Vordergrund und beansprucht den Kunstcharakter für sich allein.
Die Stilisierung der Begriffe ist mit enormen Verlusten an Substanz verbunden.
Die hohe Kunst der Lüster dominiert eine verlorene Wirklichkeit.
Lilien sind ihre Antennen zur Macht.
Aus dünner Luft Balken zu schneiden, ist das Höchste, wo der Tod sich der Herrschaft bemächtigt hat.
Die Kunst der Verteidigung ist die Kunst der Subversion. Verteidigungskünste sind Kennenlernen, Objektivieren, Verstehen. Interessen erfassen, gegeneinander abwägen. Machtverhältnis schätzen. Chancen errechnen. Schlüsse ziehen und praktische Konsequenzen bedenken.
Die offensive Verteidigung kommt aus der inneren Verteidigungsstruktur. Die psychologische Offensive bildet den Übergang von der Verteidigung zum Angriff.
Die Verwandlung von Psychologie in Aktion ist angewandte Guerilla-Taktik: aus der Schwäche in die Stärke.
Der Guerilla-Krieg ist ein Spiel mit den Nerven und Kräften des Gegners, eine Umlenkung seiner Lilien in die Büsche und ins Aus.
Der aktuelle Krieg findet im Internebel statt. Die Sternenkünste verteidigen - progressiv - das Leben im Morgendunst gegen die Mächte der tödlichen Übernacht.
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