2002-06-13
Die Neugierigen sitzen in der ersten Reihe. Die Gelassenen gehen am Theater vorbei oder hängen in den Kulissen. Der Vorhang verläuft in hoffnungsloser Prinzenfalte. Die Rollen sind verteilt.
Imaginationen vom Theater: wir sehen zu und ab, was dann folgt.
Die Logen sind unbesetzt. Irgendwo hockt einer hinter der Brüstung und wünscht der Vorstellung alles Gute. Die Platzanweiserin hat es gesehn.
Der Erfolg kann nicht ausbleiben. Die dumme Geschichte ging durch "Splitter" und "Router" des Tec-Angebots.
Jeder Splitter ist eine Monade, hat das Holz in sich versammelt. Bei Abruf tut und tanzt und turtelt jeder, wie er will. Der liebe Gott ist immer dabei.
Das ist wichtig. Die tollste Eskapade ist nicht statthaft ohne seine Hilfe. Ich meine, es geht nicht an, es läuft nicht ohne den feinen Draht. Sie verstehen.
Mit dem Segen Gottes, unter seinem Schutze bist du aufgeräumt für die verrücktesten Einfälle.
Indem wir das Spiel, Sinn und Ausgang des Spiels ihm überlassen, können wir uns ins Detail begeben.
Seine Intendanz macht uns sicher. Was immer wir tun, wir tun es in seinem Sinne, nach seinem Geschmack. Am Theater geht es um Geschmackssachen, um gute oder schlechte Unterhaltung.
Wir denken nicht an die Erziehung der Menschheit, weder in dieser, noch in einer anderen Richtung.
Das Theater stellt zur Wahl, indem es die Bühne mit einigen Überraschungen und vielen Gewohnheiten besiedelt.
Da marschiert was ab, in zwei oder drei Stunden ist alles vorbei. Stellen wir uns eine absolute Szene vor.
Der Western lebt davon, daß er wegläßt, was nicht triste ist.
Typen, nicht Menschen, treten auf, sie trugen früher weiße oder schwarze Hüte. Die Schwarzen waren die Bösen.
Das hat sich geändert. Viel böses Blond ist schon über die Leinwand geritten. Der Bildschirm macht's nach.
Der Rassismus ist das einfachste Mittel, um eine Situation so zu beschreiben, daß es jeder versteht.
Man kann auch sagen, daß die produzierte Filmwelt dem Faschismus verwandt sei.
Helden sind nicht demokratisch. Wer möchte denn Demokraten in action sehen? Sie haben korrupt zu sein, wenn nicht gerade ein patriotischer Werbestreifen vor uns abläuft. Mit guten Amerikanern am strahlenden Band.
Alles nur Theater? Selbstverständlich. The show must go on - gilt für jeden, der nicht aufgeben will.
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