free download kokhavivpublications.com NewCatch - online exclusive The Dynasty

Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2002-04-23

Avram Kokhaviv

Ohne Torah kein Judentum und kein Israel

Die verwandtschaftliche Linie kann über den Zustand des Volkes etwas aussagen. Die Blutsverwandtschaft ist aber der nachweislich falsche Weg zur Veredelung der Menschheit.

Ein falscher Weg führt naturgemäß in die Irre. Wer die Torah vergessen hat und nur noch weiß, wer seine Mutter war, ist arm dran.

Das Judentum ist eine Denkschule, und keine Blutuntersuchung, keine Genforschung führt daran vorbei. Die Botschaft vom Sinai ist die kollektivierte Verheißung an Abraham.

Gelobt der geistige Same nicht die goldene Mischung, ist er auf unfruchtbaren Boden gefallen.

Die Lehre Gottes ist auf Hinkunft angelegt. Was war, ist die Geschichte eines zufälligen, von Gott launig geregelten Zusammentreffens kosmischer und irdischer Ereignisse.

Das Volk des Ereignisses wurde darauf verpflichtet, Zeugnis abzulegen, das Erlebnis aufzubewahren - um es weiterzugeben.

Wer nach drei oder vier tausend Jahren die Geschichte wieder und wieder erzählt, erfüllt ein göttliches Mandat.

Wer diese Geschichte nicht kennt, kann sie nicht weitererzählen. Dies aber ist das Heilsversprechen.

Die Mutter ist gar nichts, wenn sie nicht ihren mütterlichen Pflichten nachkommt. Eine nichtjüdische Mutter, die es gleichwohl tut, hat vor der jüdischen Mutter, die es nicht tut, die Stelle bei Gott.

Gottes Geist ist in der Liebe und in der Sprache. Das Blut ist das Leben und also Gottes. Gott hat uns das Leben geschenkt und die Sprache, damit wir es in seinem Sinne gestalten mögen.

Die Heiligkeit des jüdischen Volkes ist eine Heiligkeit jenseits von Gut und Böse. Sag mir, in welchem Zustand es sich befindet, so will ich dir sagen, wie weit der Messias von uns noch entfernt ist.

Das Hoffen scheint aussichtslos, denn unerfüllte Bedingungen müssen erfüllt sein.

Wie aus israelischen Quellen verlautet, hat die Berliner Polizei den Juden angeraten, das Tragen und Zeigen von jüdischen Symbolen und Erkennungsmerkmalen zu vermeiden. Der Vorsitzende des Zentralrats, Paul Spiegel, hat sich über den Ernst der antisemitischen Bedrohung besorgt gezeigt.

Was aber den Atem stocken läßt, ist die Hinnahme der deutschen polizeilichen Empfehlungen, auf die es doch nur eine jüdische Antwort geben kann in diesem Land:

Jetzt wird es ernst!

Bis heute haben wir uns zivil und assimilativ verhalten. Wir haben an unserem Äußeren nicht zu erkennen gegeben, daß wir Juden sind.

Von orthodoxen Rabbinern und chassidischen Chabad abgesehen, sind wir deutschen Juden unauffällig, als Juden nicht erkennbar, durchs Leben gegangen. Kürzlich wurden in Berlin zwei chassidische Juden aus Amerika - vermutlich von Palästinensern, anderen Arabern oder Moslems - zusammengeschlagen.

Die neuen Bedrohungen und Gefahren erinnern, unabhängig von der Täterschaft, an die Judenverfolgungen der Nazis und sollen uns diesmal nicht zu ziviler Tarnung und Selbstverleugnung verführen.

Wir werden uns bekennen.

Die polizeilichen Ratschläge weisen wir als Unverschämtheiten, unglaubliche und ungeheuerliche Einmischungen zurück.

Was wir bis heute meist nicht getan haben, werden wir von nun an tun.

Wir werden unsere Zeichen und Farben zeigen, werden uns wieder Bärte wachsen lassen und an unseren Kopfbedeckungen zu erkennen sein.

Die Fahne Israels möge uns ausweisen wie die Fahne Amerikas die Amerikaner seit dem Terroranschlag vom 11. September 2001.

Wir verwahren uns gegen die Anmaßungen der deutschen Behörden.

Laßt die Finger von uns!

Eure Staatspflicht ist es, uns - wie jeden anderen Bürger - vor Schaden zu bewahren, nicht dumme Ratschläge zu erteilen.

Wenn einem Juden etwas zustößt, ist er selber schuld, weil er sich zu erkennen gab?

In der Nazizeit mußten Juden für Schäden, die ihnen wegen ihrer Jüdischkeit zugefügt wurden, selbst aufkommen. Schadensstifter und Täter blieben unbehelligt.

Israel fordert die Juden der Diaspora von Zeit zu Zeit und aus gegebenen Anlässen - jüngst wieder die Juden Frankreichs - direkt oder indirekt auf, ihre Koffer zu packen und nach Israel zu kommen.

Die im zionistischen Sinne richtige und vernünftige Entscheidung impliziert die Warnung: Juden außerhalb Israels können nicht geschützt werden.

Die gleiche Empfehlung an die Juden in Deutschland erfolgte zu diesem Zeitpunkt nicht.

Ob die Franzosen dem guten Rat folgen werden? Es ist ihnen gewiß noch nicht schlimm genug.

Wie jüdisch aber sind die französischen Juden?

Der Antisemitismus in Europa kündigt sich als eine kommende Flut an.

Die Kokhavim vertreten einen offensiven und expansiven Hebraismus - über die Grenzen des Zionismus und damit des Staates Israel hinaus: in jede Himmelsrichtung.

Um der Bedingungen und der Lehre willen.

Die verlorenen Schafe und die Funken unter der Asche müssen angeblasen werden vom Geiste der Torah, der auch der Geist des Qurans ist.

Siehe auch:
Kritisches Forum: Israel zwischen Fundamentalismus und Demokratie

kokhaviv publications > NewCatch > online exclusive
kokhaviv publications > NewCatch > security > What happened on Sept. 11

© Copyright 1999 - 2002 kokhaviv publications