2002-06-29
Ein Schutzgrab ist es uns geworden. Das Fest. Und die Gräben wurden ausgehoben inmitten der Felder und Äcker. Der Krieg ist das Übel nicht.
Dresden wurde umgepflügt und geeggt. Wer was davon versteht, weiß: es ging gleich weiter.
Der Ruinenbesuch ist unwiederholbar. So werden wir es nicht noch einmal erleben.
Schützengräben sind Schützengräber. Es gehört nicht viel Verstand dazu, das zu begreifen.
Die Kameraden liegen tot neben dir. Sie sind behütet in ihrem Grab. Die Worte spielen schon wieder verrückt.
Das Ende hinter dem Dorf war der Anfang vom nächsten, vom nächsten Dorf, vom nächsten Ende.
Dafür hatten die Waldarbeiter gesorgt. Ihre Arbeit war perfekt und sinnlos.
Einen Sinn hatte sie, solange alle daran glaubten.
Die Überzeugung nahm mit der Wahrscheinlichkeit ab. Daß jemand ans Unmögliche glaubte, war selten und galt als heller Wahn.
Ein gewöhnlicher Mensch glaubt, was er sehen und hören kann. Danach wird er skeptisch.
Ein gesunder Trieb hält ihn vor dem Unwahrscheinlichen zurück.
Die individuellen Unterschiede sorgen für die Überraschungen, auf die sich niemand verlassen will.
Ehe sie die Stadt erreichten, mußten sie durchs Nachbardorf robben und rennen, robben und rennen.
Das hatten sie noch nicht erlebt. Jetzt machten sie es durch.
Freunde wurden zu Feinden. Brennende "Ausnahmemenschen" sahen das Unmögliche und dachten das Undenkbare.
Die "Besonderen" wurden in der Not zu einer Gefahr.
"Ausnahmen" retteten ihre Haut, nachdem sie bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen befohlen hatten.
"Rette sich, wer kann!" Sie konnten. Die anderen konnten es nicht, weil sie nicht durften und die Grenze nicht zu überschreiten wagten.
Wer außer "Offizieren" und "Führern" Autorität nicht kennt, weiß in der Not sich nicht zu helfen.
Die Autonomie ging flöten lange vor dieser Zeit.
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