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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...

2002-06-28

Tor Weilach

Rassismus und Fußball

Schlechte Verlierer

Der Spiel- und Siegesrausch um den Ball und seine Konsequenzen ist eine Massenhysterie, die inzwischen wie ein Schoßhund gepflegt wird. Ein teurer Spaß, ein Höllenspaß, wenn man es eine Weile miterleben muß.

Ein Milliardenkonzern, der Berufsfußball ist ein Großunternehmen, läßt sich dafür bezahlen, daß die Menschen ihm zusehen, obwohl er vom Zuschauen lebt.

Normalerweise ist es doch so: Wenn eine Firma im Fernsehen auftreten und für ihre Produkte werben will, muß sie dafür bezahlen. Kein Mensch und vor allem kein Fernsehsender würde jemals auf den Gedanken kommen, Fernsehrechte für die Werbung anderer zu kaufen. Jede Firma weiß, daß sie Fernsehrechte kauft und nicht an den Sender verkauft.

Beim Fußball und den anderen spektakulären Sportveranstaltungen, von denen niemand sagen kann, welchen Nutzen sie eigentlich haben, ist es genau umgekehrt. Der Sender kauft die Fernsehrechte an den Spielen, seien es nun Fußball, Tennis und sonst was dergleichen.

Da die Sender, die sich das leisten können, die Preise sind mit diesem Ziel entsprechend hochgeschraubt, die öffentlich-rechtlichen sind, wird die Fußballübertragung aus öffentlichen Mitteln bestritten.

Das muß man sich einmal vorstellen: Der Bürger zahlt mit seinen steuergleichen Fernsehzwangsgebühren die Fußballmillionäre aus und liefert ihnen den Zuschauerjubel freihaus.

Das ist Sozialismus der neukapitalistischen Art, die sich allerdings nur unter besonders dummen Menschen durchsetzen konnte.

Wie wir die Schwarzen (aus Senegal) geschlagen haben, so werden wir im September die Schwarzen (aus CDU/CSU) schlagen, rief Struck vor laufender Kamera ins Mikrophon. Und wer ist Struck?

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