2002-07-03
Freude an der Utopie ist eine Verzweiflung, die nichts zu bessern weiß. Die irreale tritt auf den Plan, wenn die reale Welt ihre Stunde verpaßt hat.
Die großen Reiche zeichneten sich dadurch aus, daß sie das eine mit dem anderen zu verbinden wußten. Das China des Konfutse und das China Mao Tse-tungs haben es gemeinsam. Sie machten aus Ideen eine schlagkräftige und pädagogische Macht.
Was war der Alltag Ägyptens und Babylons gegen ihre Jahrtausende überragenden Ideenwelten. Rußland wird letztlich mit seinen großen Komponisten und Dichtern die Jahrhunderte überleben. Wer interessiert sich für hungernde und gepeinigte Sklaven in der Geschichte der Menschheit. Niemand, außer Jesus.
Tatsächlich haben die großen Religionen sich nicht wirklich um die Nöte der Menschen gekümmert. Jesus von Nazareth hat es getan.
Das Judentum hat die ganze Palette der Menschenfreundlichkeit in die Tat umgesetzt, aber nur für das eigene Volk.
Ein guter Familienvater sorgt für seine Familie. Die Kinder der Nachbarn kümmern ihn, wenn die eigenen satt und versorgt sind. Das alles ist im Judentum vorgesehen und praktiziert. Das Wohl der Menschheit kommt darin jedoch nicht vor.
Das Wohl der Menschheit ist von ihrer geistigen Beziehung zum biblischen Israel und dem Gotte Israels abhängig.
Das Wohl der Menschheit liegt in ihrer absoluten Anerkennung und seelischen Begebung unter die Fittiche Gottes.
Die Feinde Israels haben daraus einen Weltherrschaftsanspruch Israels beziehungsweise des Judentums hergeleitet, was philosophisch und quellenkritisch nicht einfach von der Hand zu weisen ist, in der Praxis jedoch einer Verschwörungstheorie sehr nahe kommt.
Der Islam fordert die Unterwerfung. Er hat seine Welt mit dem Schwert erobert. Der Buddhismus ist eine Religion der oberen Kasten, die sich ihrer selbst überdrüssig geworden sind. Der Hinduismus löst sich im Sehnen seiner schwach gewordenen Söhne auf.
Eine Erlösungslehre "von oben" und fürs Volk gedacht ist ein politischer Betrug.
Jesus von Nazareth wurde erst in der Verwendung als Stifter einer Weltreligion zum Blender und Täuscher.
Die Lehre entsprach seinem Leben. Eine schöne Lehre, allerdings fern der Realität und der steinharten Wahrheit Gottes.
Eine Rettung der Sklaven als kollektive Einheit ist nicht vorgesehen. Sie müssen sich individualisieren.
Die größten Täuscher sind die Leuchter und Strahler. Wer sein will, muß scheinen, heißt es bei Hegel.
Wer scheint, kann was werden. Wer scheint, muß nicht sein.
Schein und Sein, Zynismus und Wahrheit sind nahe Verwandte, wenn nicht dasselbe.
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