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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...

2002-07-02

Felix Pech

Laßt den Karren sausen!

Ob bemannt oder unbemannt

Er macht sowieso, was er will

Die Vorstellung trifft vielleicht nicht ganz den Sachverhalt, macht aber deutlich, daß mit den übergroßen Werken eine Gefahr verbunden ist, wenn sie dem Menschen aus der Hand gleiten, wenn er sie nicht mehr unter Kontrolle hat.

Wenn zur Maschine der Mann oder die Frau fehlt, die sie beherrscht, oder gar jemand dran sitzt oder steht, der nicht Bescheid weiß und also falsche Handgriffe tut, dann ist die Gefahr evident.

Die Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität möchte den Karren sausen lassen, ob bemannt oder unbemannt, er mache sowieso, was er wolle.

Die Gefahren liegen in der Entwicklung. Die progressiv zunehmende Differenzierung und Qualifizierung läßt die Zahl der Kundigen schwinden. Der Automat braucht von sich aus nicht mehr so viele Menschen wie eine mechanische Produktionsstraße. Er steuert sie zentral, der Mensch ist nur noch a) für die Reparatur und b) für die Reinhaltung da.

Tendenziell haben wir den Hochspezialisten und den Putzmann. Der breite Zwischenraum wird nicht von Produzenten, sondern von Verteilern, Geld- und Warenverteilern, ausgefüllt.

Daß der Apparat seinem Erfinder über den Kopf wachse, ist dennoch unwahrscheinlich. Ein fehlgeleiteter Automat zerstört sich selbst, was für die Menschen natürlich negative Folgen haben kann

Wenn die Wasser- und Stromversorgung ausfällt, können wir die Städte verlassen. Wir müssen sie verlassen, wenn der Schaden nicht behoben wird.

Der Mensch fängt dann von vorn wieder an, wie er es so oft in der Geschichte schon getan hat. Ein überfälliger Ameisenhaufen gefährdet nicht den Bestand des Universums oder unserer Erde.

Verlassene Termitenbauten oder Bienenkörbe sind nicht das Ende der Bauten und Körbe, nicht das Ende der Bienen und Termiten. Die Ameisen haben sich verlaufen, sie gehen nicht unter, sie sind ewig. Nur der Bau unterliegt seiner Zeit.

Das Werk ist wie das Individuum, es entsteht und vergeht, lebt und stirbt. Die Bienen-, Ameisen-, Termiten- und Menschenvölker vermehren sich.

Alle Versuche, ihr Wachstum so oder so zu begrenzen, schlagen fehl. Wenn es einem Volk gelingt, sich bis zum Aussterben zu minimieren, geht damit nicht die Menschheit unter. Der Rückgang der einen wird zu Gunsten anderer. In Gefahr gerät immer nur das Individuum, die Entität und Identität. Sie unterliegen dem Wechsel.

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