|
Der Krieg ist der Vater der Dinge. -HERAKLIT
(...)
Für Schüler, die unter ungünstigen häuslichen Verhältnissen aufwachsen müssen, sind Ganztagsschulen oder Ganztagsklassen einzurichten. Es kann sich empfehlen, solche Ganztagseinrichtungen auch für die Erledigung der Hausaufgaben und sonstige Beschäftigung von Schülern zu erweitern, welche nicht nachweislich in Freizeitvereinen und insbesondere Sportklubs freiwillig aktiv sind. Der Fernsehkonsum soll mit solchen Mitteln schon möglichst früh eingeschränkt und durch Abfragen im Unterricht auf bildende Programme (Natur-, Reise- Geschichtsfilme, Theater und klassische Musik) hingelenkt werden.
Der Lehrerberuf darf kein Verlegenheitsberuf für Phantasielose und Bequeme bleiben. Es soll ein erheblicher Teil der Lehrerschaft aus Persönlichkeiten berufen werden, welche bereits in einem anderen Beruf Erfahrungen gesammelt haben. Grund- oder Volksschullehrer sollen grundsätzlich Erfahrungen in einem anderen Beruf, vorzugsweise in einem Handwerksberuf aufweisen können. Der Wissens- und Erfahrungsschatz der Lehrer soll spätestens nach jeweils vier Jahren überprüft werden, soweit ihre Leistungsfähigkeit nicht aus ihrer Bewährung als Klassenlehrer hervorgeht und aus den Fortschritten ihrer Schüler ablesbar ist. Die Lehrerschaft soll einen Teil ihrer Vergütung über Leistungsprämien erhalten.
An der Aufstellung der Lehrpläne sollen alle diejenigen repräsentativ mitwirken, welche ihren Berufsnachwuchs aus den entsprechenden Lehrinstituten beziehen, um eine Standardisierung zu erreichen. Auf allen Ausbildungsebenen ist auf gegenseitige Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft zu achten, deren Vorteile sind möglichst auch an Beispielen zu erproben und auch sonst vor Augen zu führen.
Der Berufsnachwuchs soll so früh wie möglich unter leistungsentsprechender Vergütung in den Erwerbsprozeß eingegliedert und auch während der Berufsarbeit ausbildungszentriert weitergeführt werden, soweit zweckmäßig in Berufsschulen.
Die Universitäten sollten zu Hochschulkonglomeraten (Vereinigten Hochschulen) umgewandelt werden, die nominell weiter innerhalb der personell und kapazitätsmäßig gestrafften Universitäten geführt werden können, um die Tradition zu wahren. Hochschulen befassen sich mit Spezialausbildung, die Kern- oder eigentliche Universität sollte einer anspruchsvollen Allgemeinbildung dienen mit der Möglichkeit zu rascherer Spezialisierung innerhalb einer überdurchschnittlich breiten Berufspalette. Ihre Absolventen sollten aus humanistischen Gymnasien eintreten oder einen vergleichbaren Schulabschluß vorlegen und bei erfolgreichem Abschluß gewisse Privilegien bei der Stellenbesetzung in Schulen, Hochschulen, überhaupt im höheren Staatsdienst haben.
Alle Wissenschaften sollen ihre Aufgabenstellungen vornehmlich an dem Ziel der Bewahrung der Lebensgrundlagen orientieren.
Geisteswissenschaften sollten vornehmlich von Rentnern betrieben werden, welche ihre Qualifikation unter Beweis stellen und bei besonders fruchtbaren Programmvorstellungen unter Kontrolle von deren zweckmäßiger Durchführung Kostenaufwanderstattungen und Projektfinanzierungen vom Staat oder von Stiftungen erhalten, soweit sie sich nicht aus Erlösen ihrer Publikationen finanzieren lassen...
(...)
340/341
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Sekante-Verlages. Hervorhebungen, fett oder kursiv, von mir. - H.L./kkkNETred
kokhaviv publications > Kritisches Forum > Was ist Biotelie?
© Copyright 1999 - 2002 kokhaviv publications