free download kokhavivpublications.com Kritisches Forum The Dynasty

Der Krieg ist der Vater der Dinge. -HERAKLIT

Gotthilf Foerster, 2002

Biotelie - Die Chance zur Rettung von Natur und Menschheit

Vorwort mit nachfolgendem Inhaltsverzeichnis

Erster Überblick

Mit dieser Buch-Serie soll eine Zusammenschau (Synopsis) von Naturrechtslehre, Sozialhygiene und Politischer Kybernetik geboten werden.

DEMOKRATIE-REFORM für ein Umdenken in allen Lebensbereichen wird gefordert, für neue Zukunftsperspektiven, um Niedergeschlagenheit und Vernichtung zu stoppen! Gegen die Ohnmacht des vereinzelten Bürgers, der sich kein Gehör verschaffen kann! Gegen das Überfahrenwerden von gesetzlichen und behördlichen Maßnahmen betroffener Bürger durch ihre Repräsentanten!

Die derzeitig gültige Konzeption der Demokratie entspricht derjenigen einer Mehrheitsherrschaft, die in Wahrheit über die Koppelung an die Medien zu einer Geldherrschaft wurde. Unübersehbar und ungebrochen ist auch eine Tendenz zur Befehlsherrschaft (Diktatur) über die Massen im Geiste des Marxismus. Die kommunistische Diktatur bedarf des Versagens der rechtsstaatlichen Ordnung oder der Not, um ans Ruder zu kommen; und davon scheinen wir nicht mehr allzu weit entfernt. Die Notlage läßt sich durch Aufweichung der Rechtsstaatlichkeit leicht auch dort herbeiführen, wo augenblicklich noch geistlähmender Wohlstand herrscht. Die beiden rivalisierenden Mächte, Kapitalismus und Kommunismus, begünstigen unverändert den Wachstumskurs, steigende Warenproduktion bei steigender Weltbevölkerung. Diese Wachstumspolitik muß vermutlich noch in diesem Jahrhundert durch Zerstörung der Natur unter (Bürger-) Kriegen zum Zusammenbruch führen. Als Dritte Kraft meldet der Islam seinen Anspruch auf Weltherrschaft an. Er ist insofern wieder modern, als er eine auf Stammes- (und heute Gemeinde-) Basis aufbauende plurale Sozial- und Herrschaftsstruktur anbietet, die auf einer geschlossenen, leicht überschaubaren gemeinsamen Weltanschauung aufbaut, welche der Selbsterhaltung dient und dabei doch der Selbstüberheblichkeit Grenzen setzt.

Der als notwendig erkannte Kurs- (oder Paradigmen-) Wechsel von einer Wachstums- zu einer Gleichgewichtspolitik wird von kleinen Gruppen der europäischen Zivilisation und ihrer Nachahmer zwar bejaht, die sich aber nicht gegen die Kurzsichtigkeit einer auf sofortige Wunscherfüllung als Stimmvieh mißbrauchter Massen bisher haben durchsetzen können. Die Partei der Grünen war von ihrer Gründung an kommunistisch unterwandert und offenbarte schon durch ihr Programm, daß es ihren Funktionären nicht ernsthaft um einen Kurswechsel Richtung Naturerhaltung ging. (Wie hätten sie sonst für eine "Offene Republik", für eine Bundesrepublik mit offenen Grenzen eintreten können?)

Deutschland ist von einer fast auf allen Gebieten beispielgebenden geistigen Führungsmacht, von einem "Volk der Dichter und Denker", auf einen mitteleuropäischen Industriestandort und ein Auffanglager für Armutsflüchtlinge herabgesunken, gekennzeichnet durch Wohlstand auf Pump, vor allem wegen der geistigen Sterilität an den vermassten Universitäten und Hochschulen. Der Wahlsieg der PDS (vormals SED) in Berlin 2001 bestätigt: Fleiß und Anstrengung lohnen sich nicht in einem Sozialstaat: man arbeitet für die anderen, die ihre Zeit nutzen, um Ansprüche zu stellen. Der Bund kann Berlin nicht fallen lassen, so hoch es sich auch verschuldet: durch Fehlpolitik, wie etwa die der Überschuldung der Landesbank unter CDU/SPD-Verantwortung und die geplante Ausländeraufnahme in die durch Abwanderung in den "Speckgürtel" des Umlandes frei gewordenen Wohnungen (bei enger Verfilzung von Politik und Immobilienhandel). Die Wirtschaftsankurbelung durch Keynes'sche Nachfragesteigenung - etwa über Lohnerhöhungen - war ja immer ein beliebtes und Wähler anlockendes Argument der Sozialdemokraten und Gewerkschaften. Der Wohlstandsgarantie für alle über Beibehaltung oder gar Ausbau des Sozialstaates kommt letztlich bei fallender Produktivität eine zusätzlich lähmende Wirkung zu.

Dem Kapitalismus und Sozialismus wird in diesem Buch BIOTELIE als geistige Alternative entgegen gestellt. Mit ihr wird die Rückbesinnung auf die besten europäischen geistigen Traditionen angemahnt. Es geht um die Konzentration auf das Wesentliche, um die Erhaltung der gemeinsamen Lebensgrundlagen. Demgegenüber haben andere Wünsche und Tendenzen (telos = Ziel) zurückzustehen. BIOTELIE rechnet mit dem Menschen, so wie er in Millionen Jahren seiner Geschichte geworden ist, gesteht ihm aber dabei neben seiner Triebhaftigkeit auch ein klein wenig Verstand und Vernunftfähigkeit zu. Nicht der Mensch soll geändert werden, sondern seine Institutionen, in erster Linie der Staat als heute mehr denn je unentbehrliche Ordnungsmacht, die für Kontrolle jeglicher Macht, aber auch für Selbstkontrolle zu sorgen hat. Das geschlossene biotele Konzept erscheint zunächst nicht ganz leicht verständlich, weil auf die üblichen effekthaschenden Vereinfachungstaktiken verzichtet wird.

Zuerst muß die Möglichkeit einer positiven Zukunft aufgezeigt werden. Es muß sich wieder lohnen nachzudenken, und Ideen und Vorschläge auch einzelner zugunsten des Gemeinwohles müssen zum Tragen kommen können; und dies auch gegen den Widerstand von Lobbies, welche ihre Eigeninteressen verfolgen. Der Aufbau des Schul- und Bildungssystems muß den großen Aufgaben, die vor der Menschheit stehen, entsprechend geändert und vor allem gestrafft werden. Ausbildung darf nicht der Abpufferung der Arbeitslosigkeit, dem Verstecken von Arbeitslosen vor der Statistik dienen. Die Wissenschaft muß aus ihren Selbstbefriedigungstendenzen gelöst und auf das Ziel der Rettung unserer Lebensgrundlagen ausgerichtet werden. Der erste Schritt dazu ist die Gründung einer unabhängigen biotelen Gutachteneinrichtung als STIMME DER WISSENSCHAFT, wie sie dann im sechsten Band näher geschildert wird. Es soll mit Ergebnissen aufgewartet werden, welche die Leistungsfähigkeit von BIOTELIE beweisen oder doch wahrscheinlich machen können. Bedauerlicherweise verweigert die etablierte Wissenschaft bisher ihre Mitarbeit, ja bereits entgegen der abendländischen Wissenschaftstradition eine konstruktive Kritik. (Auch der Versuch, mit einer Initiativgruppe in der Schweiz Erfahrungen zu sammeln, schlug fehl bzw. hatte zum Ergebnis, daß zunächst nur sehr einfache geistige Anforderungen gestellt werden dürfen.)

BIOTELIE versteht sich als die erste (?) nicht-totalitäre und nicht-illusionäre Staatsutopie, wie sie moderner Weise im Cyberspace ihren Sitz haben, d. h. grenzüberschreitend ausgebaut und realisiert werden soll.

Jetzt zum vorliegenden Buch:

Die unten stehende Zusammenstellung der 12 Paragraphen des biotelen Gesetzbuches als Regelwerk soll als ein didaktisches oder Lehr-Schema dienen. Jedem der biotelen Aspekte wird ein Ordnungsbereich, sozusagen ein Ministerium, beigeordnet, bei welchem eben dieser Aspekt irgendwie vorrangig in die Augen springt. Auch die Kapiteleinteilung dieses Buches folgt diesem Schema. Grundsätzlich werden jedoch alle biotelen Aspekte bei der Arbeit in allen Lebensbereichen und Sachgebieten berührt und müssen alle berücksichtigt werden, soweit sie dem biotelen Hauptziel der dynamischen Stabilität *) hinderlich oder dienlich sind. Ein unabhängiges bioteles Gutachtenverfahren soll Klarheit und Orientierung schaffen.

*) Eine kurzgefaßte Definition des Hauptzieles "dynamische Stabilität" und der beigeordneten biotelen Aspekte wird im Buch-Anhang ab Seite 405 gegeben.

In didaktisch-mnestischer Absicht (also zu Lehr- und Merkzwecken) wurde das biotele Weltgrundgesetz in 12 Paragraphen eingeteilt, deren jeder einem Ordnungsgebiet (Ministerium) und der - letztlich unzulässigen - Betonung eines biotelen Aspektes zugeordnet wurde. (Siehe auch Innenseite des Buchdeckels)

Das Lehr-Schema dient zugleich als Inhaltsverzeichnis (der Buch-Serie).

(...)

009/010/011

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Sekante-Verlages. Hervorhebungen, fett oder kursiv, von mir. - H.L./kkkNETred

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