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Wo lassen Sie denken Où laissez-vous penser? Rent a brain...
2001-10-17
Amerika darf seine Identität nicht verlieren, darf nicht zulassen, daß der 11. September zur absoluten Zäsur in der Geschichte der Vereinigten Staaten wird. Wie Pearl Harbor das Land zu entschiedener Wachsamkeit erzog, es stark machte und dazu beitrug, die USA in den Rang einer Weltmacht zu heben, so muß das Flugzeug-Attentat auf Pentagon und World Trade Center eine nächste Stufe in der Entwicklungsgeschichte der nordamerikanischen Nation skizzieren. Dies gilt so weit, wie die USA das Opfer eines terroristischen Anschlags wurden.
Eine andere Sicht führt zu anderen Überlegungen. Je größer der Zeitabstand, desto deutlicher zeigen sich Konturen einer Inszenierung. Die Strategien, die jetzt zum Zuge kommen, lagen schon vor dem 11. September bereit. Das Ereignis des Stichtags hat die Entwicklung vorangetrieben, nicht hervorgerufen.
Bei aller Dramatik und Tragik war auch Pearl Harbor strategisch willkommen. Die Auseinandersetzung mit Japan stand auf der Tagesordnung. Vor ähnlichen geopolitischen Sachzwängen stehen wir heute.
Wenn Amerika das neue Jahrhundert als führende Weltmacht bestehen will, muß es seine Konkurrenten ausschalten, und davon gibt es mittlerweile eine ganze Reihe. Wenn wir den 11. September 2001 als Beschleunigungsinitiative annehmen, wird plötzlich alles sehr logisch.
Vielleicht war die ("versehentlich") zielgerichtete Rakete auf die chinesische Botschaft in Belgrad ein Programmhinweis, müssen wir den Gegenspieler in der Runde nicht bei islamistischen Terroristen suchen, vielleicht sind sie nur Mittler, ausführende Organe, die nicht einmal wissen, bei welcher Mannschaft sie mitspielen, welches Spiel da gespielt wird.
Amerika muß vorbeugend operieren, noch ist es dazu in der Lage. Modernste Waffentechnik ist theoretisch jedem und praktisch jedem zweiten zugänglich. Das Nuklearpotential Chinas, Rußlands, Pakistans, Indiens ist weniger gefährlich als Trägerraketen es sind, über die jeder Schwellenstaat verfügen kann, wenn er es will, und die jede Brisanz ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten transportieren können.
An die einfachen, die ganz nahe liegenden Gefahren hatte allerdings niemand gedacht.
Amerika mußte wie aus dem Schlaf gerissen erleben, was in Europa und in Israel seit langem zum Alltag gehört, was Amerika bisher eigentlich nur aus Filmen und Bildberichten kannte.
Während Amerika in der Lage ist, jedes andere Land in die Steinzeit zurückzubomben, demonstrierte der 11. September 2001 gleichsam die Praktiken der Steinzeit: eine primitive, eigentlich überlegene Methode, die erreichbaren Mittel des Feindes gegen ihn zu wenden.
Die Terrorschläge auf das World Trade Center und aufs Pentagon haben eine hohe Symbolkraft. Jeder versteht, daß die Supermacht USA vorgeführt worden ist. Eine Demütigung sondergleichen.
Der Überraschungscoup ist den Amerikanern die Gelegenheit, das zu tun, was sie tun müssen, um ihren Rang als momentan einzige Weltmacht nicht zu verlieren. Schnell zu handeln: der 11. September 2001 gibt ihnen die vielleicht letzte Chance.
Sind diese Folgerungen richtig, muß dem armen Afghanistan so schrecklich zugesetzt werden, daß es die islamische Welt zum Kochen bringt. Die Regierung in Pakistan muß stürzen, die Islamisten müssen die Macht übernehmen und den Amerikanern der Anlaß sein, die islamische Atommacht Pakistan zu zerschlagen.
Das kann Indien und China nicht unberührt lassen. Deren moslemische Minderheiten - Indien rund 100 Millionen, China rund 30 Millionen - müssen ins Spiel gebracht werden oder sich ins Spiel bringen. So finden diese Länder die ersehnte Gelegenheit, ihre Minderheitenprobleme mit Ruhm, Gewinn und siegreich einem Ende zuzuführen.
Rußland kommt hinzu, von dessen besonderer Rolle zwischen Asien und Europa hier noch nichts gesagt worden ist.
Japan ist nicht sofort ins Visier zu nehmen, weil es nicht zu den Atommächten gehört, womöglich auch nicht gehören möchte. Es dürfte die Nachteile höher schätzen als die Vorteile, die es daraus ziehen könnte.
Geschickte Politik spielt und operiert mit den Kräften anderer, schaut zu, moderiert, vermeidet den Eindruck einer aktiven Einmischung.
Japan fährt im Frieden am besten. Es hat im Zweiten Weltkrieg alles verloren und seither alles gewonnen.
Die Deutschen waren zuletzt weniger geschickt, ja eher guten Glaubens fehlgeleitet. Denkbar, daß Amerika sich im stillen bereits darüber den Kopf zergrübelt, warum in Deutschland der islamistische Terror gegen New York und Washington geplant und organisiert und damit so etwas wie ein dritter Weltkrieg eingefädelt worden ist.
Dabei sollte nicht in Vergessenheit geraten, daß
1) Deutschland jahrzehntelang unter sowjetischem Einfluß stand; daß
2) die fesselnden militär-geheimdienstlichen Strukturen nach wie vor intakt sind; daß
3) der gezielte Terror zwecks Destabilisierung konkurrierender Großmächte seit Zarenzeiten ein probates Mittel der russischen Politik ist.
Gehört dies - als Voraussetzung - in die angenommene Inszenierung, dann ist Mitteleuropa eines der Kriegsziele der Vereinigten Staaten. Wenn nicht, haben wir das gleiche Problem, nur der Schwarze Peter liegt dann bei den Deutschen, weil von ihnen bzw. ihrem Lande die Initiative ausging.
Die deutsche Binnenpolitik war und ist durch Einflüsse belastet, die sich der Kontrolle, ja der Einsicht entziehen.
Geheimdienste spielten auf vielen Instrumenten. Allein der DDR-Staatssicherheitsdienst hatte die alte Bundesrepublik auf eine Weise im Griff, daß wir bis heute nicht wissen können, ob der Griff inzwischen nachgelassen hat.
Die sicherheitsrelevanten Stasi-Mitarbeiter waren Bürger der alten Bundesrepublik Deutschland und Westberlins.
Sie sind bis dato nicht enttarnt worden. Die Spitzel sind also immer noch unerkannt unter uns und können wahrscheinlich jederzeit wieder aktiviert werden.
Die Dinge komplizieren sich, seit wir wissen, daß die amerikanische CIA die Stasi-Dateien ausgeschöpft hat und uns die Klarnamen der Kollaborateure vorenthält. Ein Bündnispartner meines Vertrauens verhält sich eigentlich anders. Vielleicht ist aber auch den Deutschen nicht zu trauen.
Wenn es in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland Schläfer gegeben hat, so waren es die Deutschen selbst, die geschlafen oder sich schlafend gestellt haben. Solange wir nicht wissen, welche offiziellen oder inoffiziellen Mitarbeiter von Geheimdiensten des ehemaligen Sowjetblocks bei uns ihr Unwesen getrieben haben, bleibt die Sicherheit des Landes akut bedroht.
Geheimdienstmitarbeiter wandern, wenn die Firma schließt. Sie werden von der Konkurrenz übernommen. Mit der vollen Souveränität ist das vereinigte Deutschland unversehens unter die Fuchtel der alten Anti-Hitler-Koalition geraten.
Wenn Deutschland zur inneren Sicherheit etwas beitragen will, muß es zuerst im eigenen Hause Licht in die Ecken und versteckten Winkel bringen.
Es verstößt gegen Treu und Glauben, per Rasterfahndung die unauffälligen Bürger aus islamischen Ländern zu beunruhigen, nachdem ausländische Kriminelle jahrelang nicht einmal so benannt werden durften.
Dies verlangte die politische Korrektheit: der Nährboden des politischen und unpolitischen Verbrechens.
Daran hat sich im Prinzip nichts geändert, nur sind die Inhalte von political correctness andere geworden.
So werden die verängstigten ausländischen Bürger jetzt dazu angehalten, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, sich als Denunzianten zu bewähren und damit ihre politische Zuverlässigkeit unter Beweis zu stellen.
So schnell kann es gehen mit der Freiheit und der Demokratie. Der furchtbar chamäleoneske Innenminister Schily ist der gemeinsame Nenner, auf den sich die deutsche Politik geeinigt hat.
Niemand scheint sich daran zu stören, daß dieser Mann rassistische Schädelmessungen einführen und in unseren Personalausweisen verewigen will.
Die Sicherheitsbehörden mögen gefälligst das vorliegende Wissen über politische und unpolitische Kriminalität bei der Fahndung anwenden, da können sie fündig werden.
Was Schily jetzt vorhat, ist zu diesem Zweck unnütz, kann allerdings die obrigkeitliche Kontrolle der Gesellschaft perfektionieren. Schily denkt polizeistaatlich. Er ist der Geselle für den - von seinen Parteien Rot und Grün einst an die Wand gemalten - Überwachungsstaat. Man sollte den Burschen rechtzeitig in die Wüste schicken, und den Beckstein mit ihm.
Nein, wenn es in Deutschland Schläfer gab und gibt, so ist es zu allererst der Staat als verantwortlicher Institutionsträger für die innere und äußere Sicherheit, ist es die Justiz, die Schuldige laufen, Straftaten auf sich beruhen läßt, wenn ihre strafrechtliche Verfolgung parteipolitisch nicht opportun erscheint; es sind die öffentlichen Medien, die stets berichten, was gerade in und demnach politisch korrekt ist, und unerwünschte Berichte und Analysen unterdrücken helfen und auf diese Weise ihre eigene Gleichschaltung praktizieren. In Deutschland hat diese Übung eine lange Tradition. Es gibt eine spezifisch deutsche Schweigemauer, die im Lande nicht eigentlich wahrgenommen wird, an der sich linke und rechte Kräfte aber gleichermaßen interessiert zeigen.
Warum in manchen Grund- und sicherheitsrelevanten Fragen Links und Rechts oft miteinander konform gehen, hat mit der deutschen Geschichte, mit antidemokratischen Grundauffassungen, hat vor allem etwas mit gemeinsamen Verhäkelungen in die zwei diktatorischen Vergangenheiten zu tun.
Die verdeckte Instrumentalisierung von linken wie rechten Gruppen und gesellschaftlichen Organisationen hatte strategische Bedeutung.
Manche Ziele konnten nicht mehr erreicht werden, weil der ganze Sowjetblock zusammenbrach, aber die Agentennetze sind erhalten geblieben, von anderen Diensten übernommen oder mit anderen Zielaufgaben betraut worden. In Deutschland hat eine besondere Form des Islam hierbei eine gewisse Rolle gespielt.
Deutsche Konvertiten waren oft ehemalige Sozialisten, Grüne oder Rechtsradikale. Deutschland diente den Islamisten, aber der Islam in Deutschland diente auch deutschen politischen Extremisten als Rückzugsgebiet. Hier kommt etwas zusammen, was aber vielleicht auch früher schon zusammen gehörte.
Die Politik des Sowjetblocks im Mittleren Osten stützte sich auf arabisch-nationalistische Staaten, in denen der Islam erst in den letzten Jahrzehnten wieder Bedeutung gewann, während noch in den sechziger und siebziger Jahren die Idee eines arabischen oder islamischen Sozialismus, panarabische oder nationalistisch-antikolonialistische Bewegungen das politische Feld und das Denken beherrschten.
Marxistisch geschulte Funktionäre wurden später radikale Islamisten, was sich auch an heutigen strategischen und sozialpolitischen Modellen der islamischen Bewegung nachweisen läßt.
Es ist ein brisantes Gemisch zusammengekommen, in dem auch die deutsche Komponente nicht fehlt. Der bekannte Revisionist und Diplomchemiker Germar Rudolf schrieb vor fast genau fünf Jahren an den Verfasser:
Wußten Sie übrigens, daß man von revisionistischer Seite inzwischen in gutem persönlichen Kontakt mit Muhamar al Ghadafi steht? Auch die Kontakte zu den radikalen populistisch-fundamentalistischen Panarabern sind blendend. Ein Kommilitone während meines Bonner Studiums, Araber mir nicht mehr erinnerlicher Herkunft, meinte in einer Unterhaltung über Israel, man solle die Juden alle ins Meer jagen. Damals habe ich das als den politisch irrelevanten Extremismus der Araber abgetan. Heute, da sich auch und vor allem im arabischen Raum "die Dinge zuspitzen", sehe ich die Sache anders, und mir wird ganz schwindelig, wenn ich bedenke, welche Geister da gerufen werden, insbesondere nach meiner Beschäftigung mit erkenntnistheoretischen und wissenschaftsethischen Fragen in den Jahren 1994/95. Wer hat hier was im Sinn? Wie werde ich mich verhalten, jetzt, da die Muslime/Araber an meine Tür klopfen? (15.9.96)
kkk-feder 10, Seite 52
Der deutsche Beitrag ist wesentlich antisemitisch geprägt und motiviert.
Tatsächlich gibt es noch einen dritten Lösungsversuch hinsichtlich des Judenproblems, den ich aber an genannter Stelle absichtlich nicht explizit erwähnt habe, nämlich den unmittelbaren Zwang bis hin zur rohen Gewalt. Lediglich die Andeutung, daß es heute Kreise gibt, die die Anwendung von Gewalt gegen Juden dulden würden, habe ich angebracht. Tatsächlich weiß ich aus einigen Gesprächen, daß es einen Kreis von Personen gibt, die heute wieder Gewalt als Mittel zur Lösung des Judenproblems ansehen, sei es durch Maßnahmen im Sinne der Nürnberger Gesetze oder gar durch Zwangsinternierungen, Pogrome oder gar Massenmorde. Ich war häufig schon entsetzt, daß die von mir lange nur als böswillige Propaganda philosemitischer Kräfte gehaltene These, bestimmte Kreise würden den Revisionismus nur dafür benutzen, um eine weitere Judenverfolgung vorzubereiten oder gar einen Massenmord anzuzetteln, tatsächlich partiell, wenn auch nur bei einer geringen Minderheit, der Wahrheit entspricht. Es handelt sich zwar nur um eine Minderheit, aber die Minderheit ist in der Lage, die ganze Arbeit des historischen Revisionismus durch die Propagierung ihrer Ideen auf einen Schlag zu vernichten und damit meinen ganzen Einsatz der letzten Jahre ad absurdum zu führen.
kkk-feder 10, Seiten 8 und 9
Dieser Minderheit hat sich Rudolf mittlerweile zugesellt. In der von ihm redigierten revisionistischen Zeitschrift Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung (VffG) liefert er ein jüngstes Beispiel für seine dann und wann durchschlagende Neigung, wider besseres Wissen zu handeln und zu argumentieren. Vgl. Der Revisionismus zeigt Schwächen.
Die permanenten Hinweise auf die akute Sicherheitsproblematik waren schließlich der Anlaß für eine mehr als seltsame, auch bezeichnende, systematische zivil- und strafrechtliche Beschwerung und Verfolgung des kuckuck.
Hier wurde tatsächlich die Kritik und Entlarvung des NS-Revisionismus als strafbar im Sinne des § 130 StGB eingestuft, während die eklatanten Sicherheitsprobleme keinerlei Interesse fanden.
Wer nach den Folgeereignissen noch an ein Mißverständnis glauben möchte, versteht die deutschen Verhältnisse nur an der Oberfläche. Zufälle und Mißverständnisse dieser Art und in der hier aufgetretenen Häufung gibt es nicht. Wir haben es mit einer scheinbar - oft kaum formal - korrekten institutionellen Verschlagenheit zu tun, für die eigentlich nur noch Gott als Richter zuständig ist.
Innerhalb eines Vierteljahrs kippte Rudolf von einer vermeintlich proisraelischen Position zur explizit arabisch-islamistischen um. Die antisemitisch-ns-revisionistischen Kongresse in Beirut oder Amman sind auch auf seine Initiative hin geplant und terminiert worden. Daß zuletzt nichts Richtiges dabei herauskam, lag an der israelischen, aber zum Teil auch intellektuell-arabischen Wachsamkeit gegenüber den antisemitischen Hetzveranstaltungen in der Region.
Schon wird der NS-Revisionismus auch von den Revisionisten nicht mehr als Wissenschaft, sondern als Propagandawaffe gegen das Judentum und den jüdischen Staat verstanden und eingesetzt. Motto: Nicht die Intifada, sondern der Revisionismus wird Israel vernichten.
All das fand im zweiten Quartal des Jahres statt, und im dritten stürzte das World Trade Center ein. Ursache: Flugzeugattentat. Täter: Araber. Wohnsitz: Deutschland. Ort der Planung und Vorbereitung des Verbrechens: Hamburg, Deutschland.
Die Reaktion der mobilen Deutschen bestand in antiamerikanischen Demonstrationen. Deutschland kann von seinen Sonderwegen nicht lassen.
Die Welt vom 15. Oktober 2001:
TERROR
Erreger für Biowaffen stammen aus Deutschland
Deutschland hat Erreger für Biowaffen in die USA geliefert. Diese Lieferungen seien "in voller Übereinstimmung mit dem Ausfuhrrecht" erfolgt, bestätigte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums gestern einen Bericht der "Welt am Sonntag". Der Rüstungsexportbericht der Bundesregierung belege, dass Deutschland 1999 unter der Position "ABC-Schutzausrüstung" chemische und biologische Erreger - so genannte Agenzien - für den Kriegsgebrauch im Wert von 77,4 Millionen Mark in die USA exportierte. ddp
Es fehlt nur noch eine Beteiligung der Firma Mengele an diesem Geschäft.
Amerikanische Nazis haben auch den Einsatz biologischer und chemischer Waffen im Sinn. Ihre innige Verbindung und Verbundenheit mit deutschen NS-Revisionisten und Neonazis ist bekannt. Der Informationsaustausch zwischen Leuchter, Zündel, Rudolf und anderen hat eine lange Geschichte. Die Verbindung zum inzwischen in Spanien verstorbenen NS-General Remer, der mit seinem Berliner Wachregiment den Aufstand vom 20. Juli 1944 niederschlug, führte vor einem Jahrzehnt auch nach Kairo in antijüdische Redaktionen.
Der christliche Fundamentalismus schließlich trägt in sich einen antiislamischen Haß, der wirklich zum Fürchten ist. Der islamistische Vorwurf, daß der Westen bereits wieder auf dem Kreuzzug gegen den Islam sei, findet hier seine Entsprechung. Der Antiislamismus ist ein Antisemitismus der erlaubten Art.
Die antiislamischen Haßgesänge der national-fundamentalistischen Christlichen Mitte in Deutschland, nachzulesen in deren monatlich erscheinendem Kurier der Christlichen Mitte, sind für heutige Verhältnisse kaum zu überbieten.
Erstaunlich, wie aus Anlaß des Flugzeugattentats die bisher gemäßigten und eher islamfreundlich auftretenden Kirchen in Deutschland die unüberwindlichen Gegensätze zum Islam entdecken und für Jesus Christus als den alleinigen Erlöser ihre Schwurhände ins Feuer legen.
Die propagandistische Behandlung des Porträts von Osama Bin Laden erinnert an die Hetzwerbung für den nazistischen Film "Jud Süß". Wir wollen den Anlaß nicht vergessen, aber in Deutschland war noch jeder Anlaß gut für die typisch deutsche Reaktion. Die spontane deutsche Bereitschaft, die demokratischen Freiheiten per Änderung von Gesetz und Verfassung zu strapazieren oder abzuschaffen, ist wie gewohnt - nach positioneller Betroffenheit - herzlähmend bis hysterisch.
In Amerika war die Verschmelzung von Kreuz-Christentum und Rassismus stärker als in Deutschland. Der obskure Hinterhalt des Ku-Klux-Klan zeigt dafür eine starke Symbolik. Die weißen Burka-Träger gehören ins Trauma der westlichen Welt. Die White-Power-Bewegung setzt es entschieden fort.
Die Deutschen haben auch ohne Christentum ihren Kulturrassismus ausgelebt, im rassistischen Krieg bis zur Erschöpfung die verderbte Kollektiv-Seele verströmt. Die christliche Inspiration war allerdings nicht zu übersehen. Vor dieser Geschichte spielen ein paar Jahrhunderte kaum eine Rolle.
In der genannten Ausgabe der Welt berichtet Norbert Jessen aus Hebron. Er zitiert einen gewissen "Bilad von der Gruppe Dschihad": Die Bombardierung Afghanistans sei ungerechtfertigt. "Warum nicht auch Hamburg? Da haben sich die Attentäter doch vorbereitet."
Die Milzbrandverwicklung kommt hinzu.
Berlins politische Kaste scheint den Ernst der Lage durchaus erkannt zu haben. Beflissen bietet die deutsche Regierung unerwünschte deutsche Militär-Hilfe an. Als ob sie etwas abwenden möchte.
Gegen wen oder was leitet sie nun aber ihre sicherheitspolitischen Maßnahmen in die Wege?
Siehe auch:
Pressetitel: Bereit zum Bio-Krieg
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