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Der Krieg ist der Vater der Dinge. -HERAKLIT

2001-03-15

T.E. Knapp

Leserbrief als Stellungnahme

Als Mitgründer sowohl des Preußischen Nationalkongresses PNK im Jahre 1990 als auch des Preußisch-Islamischen Nationalkongresses PINK im Jahre 2000, seiner Nachfolgeorganisation, möchte ich hiermit Stellung nehmen zum Artikel "Noch ist Preußen nicht verloren!" von Ridwan Panke*:

1. Der PINK wendet sich primär gegen die neosowjetrussische Okkupation des nördlichen Ostpreußen ("Oblast Kaliningrad"), während die heute polnischen Teile des Staates Preußen zunächst möglichst unangetastet bleiben sollen, solange Polen zur NATO gehört und den Befreiungsversuch des PINK bezw. seiner aus Rußland einreisenden Verbündeten nicht aktiv behindert.

2. Allerdings bleibt die Voraussetzung einer preußisch-polnischen Versöhnung, analog der deutsch-französischen und deutsch-israelischen, die offizielle Anerkennung des Unrechtscharakters der Annektion dieser Territorien sowie der Heimatvertreibungen von 15 Mio. Preußen durch Polen. Das beinhaltet auch, daß polnische Gerichte nicht, wie unlängst in Stettin geschehen, deutsche Staatsbürger noch einmal enteignen, weil sie nach 1990 ihren alten, schon einmal nach 1945 enteigneten Besitz zurückerworben haben.

3. Der PINK vertritt den Rechtsstandpunkt, daß die Vertreibung deutscher Staatsbürger aus Ostmitteleuropa eine vom Natur- wie Völkerrecht "unerlaubte Gegenaggression" der stalinistischen Regierungen der UdSSR und der VR Polen war (s. Prof.Dr. P.Koslowski in FAZ v. 11.9.2000, S.10/11). Um der Völkerverständigung und des Weltfriedens willen erwarten alle Menschen guten Willens, daß die Regierungen in Warschau und Prag sich diese Auffassung zu eigen machen.

4. Dieselbe Forderung aber ist auch an die Bundesrepublik Deutschland zu richten, die die stalinistischen Enteignungen von 1945/46 in, wie es unlängst ein deutsches Gericht genannt hat, hehlerischer Weise faktisch anerkannt hat, indem sie diese Rechtsbrüche nicht rückgängig machte, sondern das geraubte Vermögen an Dritte verkauft. Dabei wurden die höchsten Organe eben dieser BRD von der Regierung Kohl-Genscher belogen mit dem Märchen, die UdSSR habe unter Gorbatschow als Vorbedingung der Wiedervereinigung die Nichtrückgängigmachung dieser Enteignungen verlangt, was sowohl die amerikanischen wie die russischen bezw. georgischen Mitbeteiligten an diesen Verhandlungen mehrmals in Abrede gestellt haben. (Zu Einzelheiten dieses Rechtsbruches sei verwiesen an den CDU-Funktionär Heiko Peters in 20354 Hamburg, Große Bleichen 12/14, und auf den "Göttinger Kreis" der "Studenten für den Rechtstaat e.V.", Sven von Storch und Paul Herzog von Oldenburg, Fritschestr.29a in 10585 Berlin). Die Carstens-Kohl-CDU wußte schon immer und nicht erst zur Abtreibungsproblematik, was rechtswidrig ist, sorgte aber seit 25 Jahren in Kooperation mit FDP und sogar SPD dafür, daß Rechtswidriges, auch im Abtreibungsfall, gesetzlich "geregelt" straffrei bleiben kann.

5. Sollte der deutsche Nachkriegsstaat weiterhin die 1949 stattgefunden habende Rückbesinnung auf das göttliche Sitten- und Naturgesetz rückgängig zu machen versuchen, dann wird die Gründung der "Demokratischen Rechtsstaatspartei der Preußen", einer wertkonservativen Partei, notwendig. Die selbstvergessene, vom "Prinzip" bloßer Machterhaltung und -eroberung seit Kohl besessene Partei CDU würde dadurch gespalten und würde aus der deutschen Geschichte verdientermaßen ausgestoßen und auf den Müllhaufen geworfen.

* Vergleiche:

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